IG Wiebachtal - Der Verein

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Wald- und Forstwirtschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

Sabine Fuchs

Liebe Freunde des Wiebachtals,

 

der Wald ist eine vielfältige, sich ständig fort- und neu entwickelnde Lebensgemeinschaft. Dabei trägt jeder Waldbestand – unabhängig von seinem Alter, seiner Zusammensetzung und seiner Lage – zur Verbesserung der Umweltsituation bei. Er schützt den Boden vor Erosion, sorgt für ein ausgeglichenes Klima, reinigt Luft und Wasser und ist wertvoller Erholungsraum. Gerade in einem so dicht besiedelten Land wie NRW hat der Wald eine multifunktionale Bedeutung. Die Erhaltung des Waldes ist daher eine wichtige Voraussetzung für einen wirksamen Umwelt- und Naturschutz.

 

Gleichzeitig zu den vielfältigen ökologischen Funktionen liefert der Wald den immer wieder nachwachsenden Rohstoff Holz, der bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder genutzt werden kann, ohne dem Ökosystem Substanz zu entziehen. Naturnahe, standortangepasste Forstwirtschaft bemüht sich, die natürlichen Abläufe behutsam zu steuern und die Gesundheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit der Wälder zu erhöhen. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung gibt es in vielen Wäldern noch standortwidrige Nadelholzreinbestände. Es ist unser vorrangiges Ziel, diese Reinbestände in stabile, ökologisch wertvolle Mischbestände umzuwandeln und damit auch die Lebensräume einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt in den Wäldern zu sichern.

 

Das Landesforstgesetz NRW verpflichtet Waldbesitzer zu nachhaltiger Forstwirtschaft, damit die biologische Vielfalt, die Produktivität, die Verjüngungsfähigkeit, die Vitalität von Waldflächen gegenwärtig und in Zukunft erhalten bleibt und anderen Ökosystemen kein Schaden zugefügt wird. Im Naturschutzgebiet Wiebachtal steht konkret die praktizierte Kahlschlagstrategie, aber auch der konzentrierte Einsatz schwerster Ernte- und Transportmaschinen dagegen. Wären hier - statt der Kahlschläge - mehrere Durchforstungsetappen mit kleineren Maschinenpraktiziert worden, hätte eine systematische und stückweise Aufforstung mit Mischwaldbeständen stattfinden können. Zudem wären nicht solch konzentrierte Rücke- und Abtransportaktivitäten mit z.T. erheblichen Schäden an Wald, Wegen und Bachläufen entstanden.

 

Da das durchschnittliche Alter eines Baumes in der Forstwirtschaft bei Eichen 180 – 300 Jahre, bei Buchen 120 – 140 Jahre und selbst bei Fichten noch immerhin 80 – 120 Jahre beträgt, ist Waldarbeit ein Generationsauftrag. Derjenige, der dem Wald Bäume entnimmt und entsprechend neu aufforstet, denkt im Idealfall an die kommenden Generationen, die von eben dieser Aufforstung profitieren. Je werthaltiger diese Strategie ausfällt, desto einfacher wird es für künftige Bewirtschafter, diese Aufgabe weiter zu führen.

 

Die IG-Wiebachtal setzt sich aktiv für den Erhalt und die Wiederherstellung einer artenreichen, ausgewogenen und funktionsfähigen Waldstruktur mit der Verpflichtung zu nachhaltiger Forstwirtschaft Wiebachtal ein. Hierzu stehen wir mit dem aktuellen Eigentümer und den Behörden in regelmäßigem Austausch.

 

Über Ihre Anregungen und Ideen freuen wir uns: info@ig-wiebachtal.de

 

Ihre

Sabine Fuchs